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Feb 26, 2025
Maschmeyer zur Bundestagswahl: „Viele Politiker wissen nicht, wie ein Laptop eingeschaltet wird“ Autor: Dominik Meisinger 44 likes Deutschland hat gewählt. Wie es jetzt weitergeht und was die Ergebnisse bedeuten – etwa für Start-ups oder auch Deutschland als KI-Standort, erfahren wir im Interview mit Investor Carsten Maschmeyer. Carsten Maschmeyer im brutkasten-Studio © brutkasten Am vergangenen Sonntag fanden hierzulande die vorgezogenen Bundestagswahlen statt, nachdem Ende des Vorjahres die “Ampel-Koalition” bestehend aus SPD, Grünen und FDP gescheitert war. Die Wahlen brachten den erwarteten Sieg der CDU/CSU mit Spitzenkandidat Friedrich Merz, der nun die Aufgabe hat, eine neue Regierung zu bilden. Als wahrscheinlichster Koalitionspartner gilt die bisherige Kanzlerpartei SPD. Was die Wahlergebnisse bedeuten – etwa auch für Start-ups und den KI-Standort Deutschland – hat brutkasten-Chefredakteur Dominik Meisinger bei Carsten Maschmeyer nachgefragt. Nicht zuletzt aufgrund seiner Rolle in der TV-Sendung “Die Höhle der Löwen” ist der 65-jährige Milliardär einer der bekanntesten Investoren Deutschlands. Mit seinem in Berlin angesiedelten Venture-Capital-Fonds seed + speed hat Maschmeyer bisher über 70 Investments in frühphasige Startups getätigt. In Later-Stage-Start-ups investiert er über seine Münchner Firma Alstin Capital, mit dieser hat er bisher rund 30 Investments vorgenommen. Dazu kommt noch die auf den US-Markt spezialisierte Investmentfirma Maschmeyer Group Ventures (MGV), die in rund 50 Start-ups investiert ist. Maschmeyer äußert sich in den sozialen Medien immer wieder zu politischen Fragen. In den Bundestagswahlkampf brachte er sich auch aktiv ein, indem er jeweils 200.000 Euro an CDU und FDP spendete. Carsten, wie bewertest du das Ergebnis der Bundestagswahl? Die einzige echte Überraschung gegenüber den vorherigen Umfragen war die Linke, die im September und Oktober bei zwei bis zweieinhalb Prozent stand. Als Startup-Investor sehe ich, dass sie insbesondere bei jungen Leuten auf Social Media, vor allem auf TikTok, eine hervorragende Kampagne hingelegt haben. Davon könnten sich andere Parteien durchaus eine Scheibe abschneiden. Für die FDP und Wagenknecht war es in den letzten Wochen immer knapp – am Ende sind beide gescheitert. Ich bin froh, dass die Union mit Friedrich Merz jetzt den Regierungsauftrag hat, weil ich ihm eine hohe wirtschaftliche Kompetenz zutraue. Deutschland muss wieder wachsen, wir hatten zwei Jahre Rezession. Ich möchte nicht alles der Ampel-Regierung anlasten, denn auch in den letzten Jahren der Merkel-Regierung lief viel schief. Allerdings hat der bisherige Wirtschaftsminister Robert Habeck die letzten Nägel in den „Wirtschaftssarg“ geschlagen. Deutschland war einmal die Lokomotive Europas: Wir haben tolle Ingenieure, Programmierer, Wissenschaftler, Forscher, fleißige Handwerker und Pflegekräfte. Doch man hat sie mit Bürokratie überladen und mit hohen Energiekosten belastet. Ich hoffe, dass jetzt wieder Wirtschaft Vorfahrt hat, wir Wachstum bekommen und sich die möglichen Koalitionsparteien beim Thema Migration auf einen gemeinsamen Nenner verständigen. Du hast im Wahlkampf für CDU und FDP gespendet. Die FDP hat nun den Einzug in den Bundestag verpasst. Gerade in der deutschen Startup-Szene gibt es viele, die trotz der durchwachsenen Regierungsbeteiligung der Meinung sind, dass die FDP am ehesten für eine start-up-freundliche Politik steht. Was bedeutet das Ausscheiden der Partei deiner Meinung nach? So sehr ich die Start-up-Szene schätze und liebe: Sie bildet gemessen an der Gesamtbevölkerung nur eine kleine Zielgruppe. Die FDP hat in der Ampelregierung viel für Startups getan, beispielsweise durch die steuerliche Begünstigung von Mitarbeiterbeteiligungen. Im Wahlkampf hat die FDP entschlossen vertreten, Bürokratie abzubauen, damit Gründer sich aufs Erfinden, Aufbauen und Handeln konzentrieren können, anstatt sich mit Formalitäten und Vorschriften herumzuschlagen. Das ist aber nicht gelungen. Ich hätte es begrüßt, wenn wir im Bundestag eine liberale Stimme hätten, aber die FDP hat es nicht geschafft. Jetzt bleibt abzuwarten, ob es nach den vielen Rücktritten noch ein Comeback gibt oder ob es das für die Liberalen war. CDU-Chef Friedrich Merz wird nun eine Regierung bilden. Du hast ihn bzw. die CDU im Wahlkampf unterstützt. Welche drei Maßnahmen sind jetzt aus deiner Sicht am dringendsten? Ein Risiko sehe ich darin, dass Friedrich Merz zwar ein Wirtschaftsmann ist, aber bisher noch keine Regierungsverantwortung hatte. Kann er sein Wissen aus der Wirtschaft tatsächlich in der Politik umsetzen, oder läuft dort alles anders? Die drei wichtigsten Maßnahmen sind für mich erstens die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen durch eine Senkung der Unternehmenssteuern auf ein Niveau, das unseren Nachbarländern entspricht. Wir liegen bei rund 30 Prozent, während europäische Länder durchschnittlich etwa 25 Prozent haben. Zweitens der Abbau bürokratischer Hindernisse. Wer mehrere Standorte hat, investiert dort, wo weniger Bürokratie und Steuern anfallen. Drittens sind es Initiativen für Digitalisierung. Ich bin überzeugt, dass Innovation die Zukunft ist. Dafür würde ich sogar die Schuldengrenze aufweichen, allerdings nur, wenn das Geld in Bildung, Infrastruktur und ähnliche Zukunftsprojekte fließt, von denen auch nachfolgende Generationen profitieren. Die AfD hat sich zwar nicht ganz so stark entwickelt wie manche Umfragen nahelegten, sich aber dennoch verdoppelt. Was ist deiner Meinung nach der Hauptgrund? Man kann den Wählerwillen eines Fünftels der Menschen nicht einfach ignorieren oder totschweigen. Natürlich gibt es ganz klare Rechtsradikale in der Partei – das ist katastrophal. Deren Parteiprogramm sieht den Euro-Austritt oder eine deutlich engere Anbindung an Russland vor, was sehr kritisch zu betrachten ist. Trotzdem halte ich viele AfD-Wähler für Unzufriedenheitswähler. Sie haben nach 16 Jahren Merkel und der Ampel kein Vertrauen mehr in die etablierten Parteien. Die Migrationspolitik von Merkel war falsch: Migration muss gemanagt und kontrolliert werden. Wer wirklich asylberechtigt ist, soll bleiben, alle anderen aber nicht. Wer sich hier nicht an Regeln hält, muss wieder gehen. Die hohen Energiekosten sind ein weiteres Problem. Merkel hat uns zu abhängig von Russland gemacht und nach Fukushima haben wir sichere Atomkraftwerke abgeschaltet, während wir jetzt teuren, aus unsichereren Kraftwerken importierten Strom kaufen. Kommen wir zum Thema künstliche Intelligenz. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat hier einen Schwerpunkt gesetzt und Frankreich hat mit Mistral auch ein Start-up, das ganz vorne dabei ist. Deutschland scheint im Vergleich ein wenig hinterher zu hinken. Woher kommt das und was müsste geschehen, damit Deutschland ebenfalls eine führende Rolle einnehmen kann? Macron hat früh Geld in die Hand genommen und jüngst ein 100-Milliarden-Paket geschnürt. In den USA hat Trump kurz nach Amtsantritt ein 500-Milliarden-Programm für KI aufgelegt. Dort wird eher dereguliert, während wir in Europa gleich anfangen, KI zu regulieren, bevor wir eigene starke und nützliche KI-Anwendungen entwickeln. Der Staat müsste die Schuldengrenze lockern, um gezielt in Zukunftstechnologien zu investieren. Gleichzeitig müssten alle Abgeordneten, Lehrer und generell Führungskräfte digitale Nachhilfe bekommen. Viele Politiker wissen nicht, wie ein Laptop eingeschaltet wird, geschweige denn, was ChatGPT oder KI-Tools leisten können. Das Gleiche sahen wir während Corona in den Schulen, wo Lehrer oft keine Ausstattung hatten. Zudem erhalten Start-ups vom Staat so gut wie keine Aufträge, obwohl er der größte Auftraggeber ist. Wir bräuchten also einen großen Digitalisierungsschub, in dem sich Politiker und Lehrkräfte weiterbilden und die Bürokratie abgebaut wird, statt ständig neue Regulierungen zu schaffen. Würdest du dir wünschen, dass die künftige Bundesregierung auch Unternehmer*innen und Investor*innen stärker einbindet, wie es gerade in den USA geschieht – auch wenn das im konkreten Fall durchaus kontrovers ist? In den USA erleben wir gerade die Entwicklung, dass Trump und die Tech-Giganten, die ihn zuvor noch kritisiert hatten, sich plötzlich irgendwie arrangiert haben. Elon Musk ist der vielleicht größte Oligarch der Welt und hat massiven Einfluss. Das Ziel solcher Allianzen ist oft die Schwächung Europas, indem es zersplittert wird und weniger geschlossen auftritt. Eine EU mit starker Wirtschaft wäre auf Augenhöhe. Grundsätzlich finde ich es gut, wenn Praktiker helfen, Dinge schneller und einfacher zu machen. Allerdings braucht es dafür ethische und moralisch saubere Rahmenbedingungen. Musk erhält zum Beispiel rund 20 Milliarden durch Staatsaufträge. Eine Ethikkommission müsste sicherstellen, dass da keine Interessenkonflikte entstehen. Gern also mehr Input von Praktikern, aber kontrolliert und ohne Eigeninteressen.
Maschmeyer Group Ventures Investments
65 Investments
Maschmeyer Group Ventures has made 65 investments. Their latest investment was in Cascade Space as part of their Seed VC on July 24, 2025.
Maschmeyer Group Ventures Investments Activity

Date | Round | Company | Amount | New? | Co-Investors | Sources |
|---|---|---|---|---|---|---|
7/24/2025 | Seed VC | Cascade Space | $5.9M | Yes | Aurelia Foundry, Garage Capital, Hawktail, Karman Ventures, Liquid 2 Ventures, Night Capital, Nova Threshold, Olive Capital, Palm Drive Capital, Pioneer Fund, TRAC, Undeterred Capital, Undisclosed Investors, Valkyrie Ventures, and Y Combinator | 6 |
7/23/2024 | Seed VC - II | District Cover | $7M | No | Amwins, Andreessen Horowitz, Greenlight Re Innovations, Impact America Fund, Liquid 2 Ventures, Mosaic General Partnership, and Undisclosed Investors | 5 |
7/18/2024 | Seed VC - II | mogenius | $2.73M | Yes | Conceptum, Seed+Speed Ventures, SIVentures, and Undisclosed Investors | 1 |
11/17/2022 | Seed VC | |||||
11/14/2022 | Pre-Seed |
Date | 7/24/2025 | 7/23/2024 | 7/18/2024 | 11/17/2022 | 11/14/2022 |
|---|---|---|---|---|---|
Round | Seed VC | Seed VC - II | Seed VC - II | Seed VC | Pre-Seed |
Company | Cascade Space | District Cover | mogenius | ||
Amount | $5.9M | $7M | $2.73M | ||
New? | Yes | No | Yes | ||
Co-Investors | Aurelia Foundry, Garage Capital, Hawktail, Karman Ventures, Liquid 2 Ventures, Night Capital, Nova Threshold, Olive Capital, Palm Drive Capital, Pioneer Fund, TRAC, Undeterred Capital, Undisclosed Investors, Valkyrie Ventures, and Y Combinator | Amwins, Andreessen Horowitz, Greenlight Re Innovations, Impact America Fund, Liquid 2 Ventures, Mosaic General Partnership, and Undisclosed Investors | Conceptum, Seed+Speed Ventures, SIVentures, and Undisclosed Investors | ||
Sources | 6 | 5 | 1 |
Maschmeyer Group Ventures Portfolio Exits
6 Portfolio Exits
Maschmeyer Group Ventures has 6 portfolio exits. Their latest portfolio exit was Telivy on January 14, 2025.
Maschmeyer Group Ventures Partners & Customers
1 Partners and customers
Maschmeyer Group Ventures has 1 strategic partners and customers. Maschmeyer Group Ventures recently partnered with InsureTech Connect on March 3, 2018.
Date | Type | Business Partner | Country | News Snippet | Sources |
|---|---|---|---|---|---|
3/20/2018 | Partner | United States | InsureTech Connect Announces Partnership with Maschmeyer Group... The partnership enables ITC to deepen its network in Europe through Maschmeyer Group Ventures . | 1 |
Date | 3/20/2018 |
|---|---|
Type | Partner |
Business Partner | |
Country | United States |
News Snippet | InsureTech Connect Announces Partnership with Maschmeyer Group... The partnership enables ITC to deepen its network in Europe through Maschmeyer Group Ventures . |
Sources | 1 |
Maschmeyer Group Ventures Team
1 Team Member
Maschmeyer Group Ventures has 1 team member, including current Founder, Managing Partner, Marc Steven Schröder.
Name | Work History | Title | Status |
|---|---|---|---|
Marc Steven Schröder | Seed+Speed Ventures, and Xcel | Founder, Managing Partner | Current |
Name | Marc Steven Schröder |
|---|---|
Work History | Seed+Speed Ventures, and Xcel |
Title | Founder, Managing Partner |
Status | Current |
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